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zurück zur Übersicht | Hank III im Underground, Köln, 23.08.2009

Das Wichtigste zuerst: Dieser Gig war einer der geilsten, den ich bisher erlebt habe! Der Rest nun der Reihe nach …
Als klar war, dass Shelton „Hank III“ Williams tatsächlich nach Europa kommt, orderten wir sofort Karten. Das Underground in Köln war der Ort der Wahl. Besonders happy war ich, nachdem ich erfuhr, dass Hank sein Okay für ein Interview gegeben hatte. Als Vorband war Bob Wayne And The Outlaw Carnies angegeben. Sagte mir nichts, aber ein Blick auf Waynes MySpace-Seite zeigte, dass die Band durchaus meinen Musikgeschmack treffen würde.

Wir saßen bereits im Taxi, um Hank III zu treffen, als das Unfassbare geschah: 20 Minuten vor dem Treffen wurde von Hanks Management der Interview-Termin abgesagt! Die Musiker wären noch nicht eingetroffen, und auch nach dem Gig gäbe es keine Gelegenheit mehr für ein Gespräch. Mir sind die diversen Schimpfwörter, Drohungen und Flüche entfallen, die ich in den nächsten Stunden vom Stapel ließ, aber nach etlichen Kölsch war ich wieder einigermaßen versöhnt.

Im Underground angekommen, wähnten wir uns erst mal auf der falschen Veranstaltung. Selten habe ich ein so extrem gemischtes Publikum gesehen: Einige Billies, relativ viele Psychos, Skins, Langhaarige, ältere, dicke Männer, die man eher auf einen Truck-Stop-Konzert vermuten würde, Normalos – total gemixt.

Wie sich herausstellte, war das Underground ausverkauft, und nach ein paar Schwätzchen mit Bekannten betraten wir die Halle. War schon etwas spät, Bob Wayne stand bereits auf der Bühne und hatte mit seinem Set begonnen. Waynes MySpace-Seite ziert ein Foto, auf dem er aussieht wie der Prototyp eines Rednecks: Bandana, Lederweste, Porno-Sonnenbrille und eine Pumpgun in der Hand. Genauso stand er auch auf der Bühne. Allerdings ohne die Pumpgun. Die Band bot hervorragenden Alternative Country, Roots und Rockabilly. Wayne hatte das Publikum fest auf seiner Seite. Nach etwa einer halben Stunde kam Bob Wayne zum Ende und wünschte viel Spaß mit „fuckin´ Hank III“. Leider verließ die Band ohne Zugabe die Bühne und mischte sich dann schnell unter das Publikum, wie es für eine Amiband typisch ist.

Wir hatten uns einen Platz in der ersten Reihe erkämpft, den wir entschlossen gegen betrunkene Holländer verteidigten. Und es waren viele Holländer anwesend! Nach dem kurzen Linecheck gingen die Scheinwerfer aus und Assjack und Hank III kamen auf die Bühne. Sie bretterten sofort los, das Publikum war vom ersten Song an aus dem Häuschen. Glücklicherweise blieb Hank III seinem Konzept treu und startete mit dem Country-Set.

Ihr wollt wissen, wie das Konzert weiterging? Die komplette Story gibt es im DYNAMITE! Magazine 01/2010 (#62), ab dem 27.11. am Kiosk!


Text: Thomas Schmucker
Bilder: Dirk „The Pixeleye“ Behlau

25.11.2009   Link zu diesem Artikel an einen Freund senden nach Oben Kommentar schreiben
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